Modelleisenbahn in Spur H0

Infos zur Modelleisenbahn H0 – 1:87
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Märklin – ein Traditionsunternehmen für Modelleisenbahnen

Die Marke im Bereich Modelleisenbahn schlechthin ist dem schwäbischen Unternehmen Märklin zuzuschreiben. In jüngster Vergangenheit ist die Firma in die Schlagzeilen geraten. Nach der Insolvenz wird nun versucht, den Modellbahnhersteller zu retten.

Begonnen hat die Geschichte von Märklin im Jahre 1859, als sie von Theodor Friedrich Wilhelm Märklin gegründet wurde. Erste Produkte waren damals Puppenküchen. Zum Ende des 19. Jahrhunderts erweiterte sich die Produktpalette auf verschiedene Arten von Karren, Karussells, Kreisel, Bodenläufer und Schiffsmodelle. Zu dieser Zeit expandierte das Unternehmen und stellte 1891 die erste Märklin-Modelleisenbahn auf der Leipziger Messe vor. Sie war uhrwerkgetrieben und fuhr auf Gleisen, die die Form einer Acht bildeten. Das war die Geburtsstunde für den Erfolg von Modelleisenbahnen von Märklin.

Anfang des 20. Jahrhunderts war die Produktpalette weiter gewachsen, darunter waren zahlreiche Dampfmaschinenmodelle und der Metallbaukasten. Ab 1926 stellte Märklin die elektrische Modelleisenbahn her, die mit 20V Wechselspannung gespeist wurde.

1935 wurden von Märklin auf einer Messe Schienenfahrzeuge der Spurweite 00 im Maßstab 1:87 vorgestellt. Sie stellte die Halbierung der bis dahin kleinsten Spurweite 0 dar, die im Maßstab 1:43 bzw. 1:45 angeboten wurde.  Die Bezeichnung von 00 wurde aber 1950 auf die Bezeichnung H0 geändert. Sie liefert die Grundlage dieser Internetseite. Durch die große Nachfrage von Modelleisenbahnen in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde Märklin einer der größten Hersteller in dieser Branche.

Außer der Spur H0 ist die traditionelle Spurweite 1 und seit 1972 die winzige Spurweite Z im Maßstab 1:220 im Programm von Märklin.

Digitale Technik hielt im Jahre 1984 Einzug in die Kataloge des Traditionsunternehmens. Sie wurde für eine Mehrzugsteuerung der Spuren H0 und 1 angewendet, die es ermöglicht, bis zu 80 Lokomotiven und 256 Zubehörartikel anzusteuern. Mittlerweile ist die digitale Mehrzugsteuerung für eine unüberschaubare Anzahl von Fahrzeugen möglich und Hauptartikel ist momentan die Steuerungseinheit Central Station mit der Artikelnummer 60213, die eine Verbindung mit einem PC zulässt.

Das traditionelle Nürnberger Modelleisenbahnunternehmen Trix ist von Märklin im Jahre 1997 übernommen worden. Somit eröffnete sich über diesen Weg die Möglichkeit, auf den Markt der gleichspannungsbetrieben Modelleisenbahnen in Spur H0 zu stoßen. Märklins Ho-Fahrzeuge fahren seit jeher mit Wechselspannung und benutzen andere Gleise. Diese nutzen im Gegensatz zum Gleichstromsystem nicht nur die beiden Schienen für die Spannungszuführung, sondern einen separaten Mitteleiter als einen Pol und die äußeren Schienen als Gegenpol.

Märklin Zubehörartikel mit dem Märklin-Logo

Märklin Zubehörartikel mit dem Märklin-Logo

Seit Februar 2009 ist Märklin insolvent und wird von einem Insolvenzverwalter geleitet. Zur Insolvenz soll es durch eine extreme Misswirtschaft gekommen sein, darunter die Bezahlung von überhöhten Beraterhonoraren.

Märklin ist es zu verdanken, dass es eine Vereinheitlichung der Modelleisenbahn-Spurweiten gab. Diese waren bis zur Einführung des Spurweitensystems unterschiedlich und es konnten keine Fahrzeuge auf einem Gleis eingesetzt werden.