Ein Bahnübergang mit funktionsfähiger Schranke belebt den Betrieb auf der Modellbahn
Eine Modelleisenbahn-Anlage ist ein Ort, wo sich Dinge bewegen müssen. Allen voran natürlich die Züge. In den letzten Jahren ist es auch möglich geworden, kleine Autos fahren zu lassen, ohne dass sie, wie die Eisenbahn, auf irgendwelchen sichtbaren Schienen oder so was fahren. Ein Klassiker des Modellbahnbaus ist aber die Sicherung des Straßenverkehrs zum eisernen Strang hin – die Schranke. Eine einfach Möglichkeit dazu besteht darin, eine alte elektromagnetische Schranke aus DDR-Produktion herzunehmen und sie ein wenig zu modifizieren. Auf dem ersten Bild sieht man im Vordergrund den originalen Holzklotz, der vorher der Bahnübergang war. Da dieser überhaupt nicht maßstabsgerecht für H0 war, habe ich nur den Antrieb genommen und ihn neben Straße und Schiene platziert. Mit Zeitungspapier und Tapetenkleister wurden die Übergänge zum Boden modelliert.

Halbfertige Schranke mit originalem Übergang im Vordergrund
Die Fahrbahn ist aus einem stabilen Stück Pappe hergestellt. Dieses sollte sich möglichst nicht verziehen, wenn man es später mit der Straßenfarbe drangeht.

Die Fahrbahn noch ohne Farbe und ohne Zwischenstück im Gleis
Die gleiche Pappe wie oben nimmt man für das kleine Fahrbahnstück zwischen den Schienen. Man muss nur darauf achten, dass die Punktkontakte frei bleiben und die Pappe den Schleifer nicht so hoch anhebt, dass der Kontakt verlorengeht. Außerdem muss Platz für die Spurkränze der Schienenfahrzeuge freibleiben, damit es dort nicht zu Zwischenfällen kommt.

Fertiger Bahnübergang
Die Funktion dieser Schranke ist denkbar einfach und kann unter Umständen auch in vorhandene Schranken von etwas versierten Bastlern vorgenommen werden. In dem Holzfuß ist eine kleine Spule integriert, die mit Wechselspannung versorgt ein Magnetfeld aufbaut und einen kleinen Splint aus Eisen anzieht, der direkt mit dem jeweiligen Schrankenholm verbunden ist. Diese Schranken funktionieren zwar nicht vorbildnah mit einer langsamen Senk- und Hebegeschwindigkeit, ermöglichen jedoch wieder ein eindrucksvolles Bewegungselement auf der Anlage.


Hallo Modellbahnkollege, ich mit mit der Spur N verbunden und suche eine gute
Möglichkeit einen BÜ vorbildähnlich einzurichten . Deine Idee ist wirklich interesant , aber beim studieren Deiner Lösung kam mir die Idee die Schrankenbäume mit einem Servo aus dem Funktionsmodellbau (Habe div Modellschiffe und Boote schon selbst gebaut und zwar keine solchen aus Baukästen). Was hälst Du davon?
Mfg T.S.
Hi Thomas,
die Idee, den Bahnübergang so zu machen erfolgte aus folgenden Gründen:
1. Die Lösung sollte preiswert sein und
2. Die Schranken sollten leicht anzusteuern sein.
Mit Servos bekommt man eine gute realistische Wirkung hin, weil die Schranken langsam auf und ab gehen, aber die Servos müssen speziel angesteuert werden.
Meine Lösung wird einfach mit einem Schalter im Kabel an den Zubehörausgang des Trafos angeschlossen fertig
Schöne Grüße und viel Spaß beim Basteln! Vielleicht teilst Du uns mit, wei Du’s hinbekommen hast…